Cleansing Balm oder Cleansing Oil: Was der Unterschied ist und welches zu deiner Haut passt
Beide lösen Sonnenschutz und Make-up, beide sind der erste Schritt beim Double Cleansing. Trotzdem fühlen sie sich völlig unterschiedlich an. Hier erfährst du, welches zu dir passt und wie du es richtig benutzt.
In diesem Artikel erfährst du:
- Was Balm und Öl gemeinsam haben und was sie trennt
- Welches zu welchem Hauttyp und Alltag passt
- Wie du beides richtig anwendest und abspülst
- Wann du den ersten Reinigungsschritt weglassen kannst
Was Balm und Öl gemeinsam haben
Beide sind ölbasierte Reiniger und lösen alles, was Wasser allein nicht schafft: Sonnenschutz, Make-up und überschüssigen Talg. Das Prinzip dahinter ist einfach. Fett löst Fett. Deshalb kommen sie im Double Cleansing immer zuerst, gefolgt von einem milden wasserbasierten Cleanser. Wie das genau funktioniert, erklärt unser Artikel zum Double Cleansing.
Beide verwandeln sich, sobald du etwas Wasser dazugibst, in eine milchige Emulsion und lassen sich dann abspülen. Der Unterschied liegt in der Textur und im Gefühl beim Reinigen.
Der Cleansing Balm
Ein Balm ist im Tiegel fest und schmilzt auf der Haut. Du nimmst ihn mit einem Spatel heraus, wärmst ihn zwischen den Händen an und massierst ihn ein.
Der Vorteil: Er tropft nicht, lässt sich gut dosieren und fühlt sich bei der Massage besonders angenehm an. Für trockene Haut, im Winter und auf Reisen ist er oft die entspanntere Wahl. Balms gibt es inzwischen auch in beruhigenden und porenklärenden Varianten.
Das Cleansing Oil
Das Öl ist flüssig und lässt sich mit einer Pumpe direkt in die trockenen Hände geben. Es verteilt sich schneller und leichter, was bei einem langen Tag mit viel Sonnenschutz und Make-up praktisch ist.
Der Vorteil: schnelle Anwendung und gutes Abspülen. Für Mischhaut, ölige Haut und Menschen, die abends keine zehn Minuten Zeit haben, ist es oft die bessere Wahl. Es gibt auch Öle mit BHA oder AHA für Poren.
Welches passt zu deiner Haut?
Trockene und reife Haut: eher Balm, besonders im Winter. Die reichhaltigere Textur passt gut zu Haut, die schnell spannt.
Ölige und Mischhaut: eher Öl oder ein leichter Balm. Ja, Öl auf öliger Haut klingt widersprüchlich, aber ölbasierte Reiniger lösen überschüssigen Talg und Rückstände sehr gut. Mehr zur Porenpflege im Artikel zu Poren und Sebum.
Empfindliche Haut: ein beruhigender Balm ohne starken Duft. Ätherische Öle und Parfüm können reizen, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe.
Merielyns Notiz
Ich benutze beide, je nach Tag. An Tagen, an denen ich müde bin oder es schnell gehen muss, nehme ich das Öl. Wenn ich Zeit habe oder es draussen kalt ist, greife ich zum Balm, weil die Massage für mich Teil des Feierabends ist.
Mein grösster Anfängerfehler war übrigens, das Öl auf nassem Gesicht zu benutzen. Es hat sich danach immer wie ein Film angefühlt, und ich dachte, das Produkt sei schuld. Dabei lag es an mir: Öl gehört auf trockene Haut, dann erst Wasser dazu und emulgieren, dann abspülen.
So wendest du beides richtig an
Trage den Reiniger auf trockene Haut mit trockenen Händen auf und massiere ihn ein bis zwei Minuten ein. Gib dann etwas lauwarmes Wasser dazu und massiere weiter, bis das Produkt milchig wird. Erst dann spülst du gründlich ab. Danach folgt der zweite Reinigungsschritt mit einem milden Cleanser.
Wenn du den Reiniger gut abspülst und die Haut danach weich, aber nicht filmig oder spannend ist, hast du alles richtig gemacht.
Wann du den ersten Schritt weglassen kannst
An Tagen ohne Sonnenschutz und ohne Make-up, zum Beispiel im Homeoffice im Winter, reicht am Abend oft ein milder wasserbasierter Cleanser. Der ölbasierte Schritt ist dann nicht nötig. Aber sobald Sonnenschutz oder Make-up im Spiel sind, lohnt er sich fast immer.
Die häufigsten Fehler beim Reinigen mit Balm und Öl
Erstens: auf nassem Gesicht auftragen. Dann verteilt sich das Produkt schlechter und löst weniger.
Zweitens: zu kurz massieren. Sonnenschutz und Make-up brauchen einen Moment, bis sie sich lösen.
Drittens: nicht gründlich abspülen. Rückstände auf der Haut sind oft der Grund für Unreinheiten und für ein filmiges Gefühl.
Häufige Fragen zu Cleansing Balm und Öl
Was ist besser: Balm oder Öl?
Keines ist grundsätzlich besser. Balm ist reichhaltiger und angenehmer bei trockener Haut, Öl ist schneller und leichter. Entscheidend ist, was du in deinen Alltag integrierst.
Kann ich Balm oder Öl auch als einzigen Reinigungsschritt benutzen?
Für die meisten Menschen nicht ideal. Der zweite, wasserbasierte Schritt entfernt Reste und lässt die Haut sauber zurück.
Verstopft ein ölbasierter Reiniger die Poren?
Nicht, wenn er gut abgespült wird. Ölbasierte Reiniger lösen Talg und Sonnenschutz und werden mit Wasser vollständig entfernt.
Kann ich damit auch Augen Make-up entfernen?
Bei den meisten Produkten ja, aber mit Vorsicht und nur, wenn es auf der Verpackung nicht ausgeschlossen ist. Die Augen dürfen dabei nicht brennen.
Drei Reiniger zum Vergleichen
Ein klassischer Balm, ein sanftes Öl und ein Öl mit BHA für Poren: Damit erlebst du selbst, welche Textur zu dir passt.
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